2009 KLAUS LOMNITZER - CHRISTIANE ERDMANN landschaftskulptur 04.09. - 24.10.2009 Enten tauchen kopfüber hinab in ein Dickicht aus Farbströmen, -blasen und -linien, während der Betrachter scheinbar vom Grunde durch flüssig farbene Seerosen hinauf blickt auf in sanftem Gelb dahinwehende Wolken und Silhouetten nächtlicher Vegetation. Erzählerisch, lyrisch sind die Arbeiten von Klaus Lomnitzer. Es sind komplexe Gebilde, in denen der Künstler schildert, verfremdet, Anreize gibt, sie malerisch unterstützt oder negiert, und die sich in einem fein tarierten Gleichgewicht befinden zwischen lesbarem Motiv und unentschlüsselbarer malerischer Geste und Verfremdung. Der Grund für das sanfte Leuchten der Farben und den stets matt samtigen Flächen und Konturen liegt in der Technik, die Klaus Lomnitzer entwickelt hat. In Schichten baut der Künstler seine Kompositionen rückseitig, der Glasmalerei vergleichbar, auf starken, matten Kunststoff-Folien auf und muss dabei den umgekehrten Weg zur Bildwerdung beschreiten, indem er mit dem Vordergrund beginnend seine Bildräume tatsächlich in die Tiefe führend Schicht für Schicht aufbaut. Schatten, Umrisse, Kontur, Verläufe, Hell-Dunkel kurz die malerische Gestaltung des illusionistischen Raumes spielen dabei eine große Rolle. Landschaft, Vegetation, Ein- und Ausblicke sind charakteristisch für die Arbeiten von Klaus Lomnitzer, ebenso wie die stetige Präzision und Sensibilität, mit der der Künstler seine Welten baut, in denen Enten zu nebelkugeligen Farbalgen hinabtauchen oder Blasenschiffe in endlose Weiten entschwinden. Diesen Blicken und Szenen an die Seite gestellt sind Arbeiten der Bildhauerin Christiane Erdmann. Die aus dem massiven Block oder Stamm abgetragenen und herausgearbeiteten Figuren und vor allem Tiere sind trotz ihre groben Struktur von großer Beredtheit und Ausdruck, nicht zuletzt durch die farbigen Fassungen oder Brandschwärzungen, mit denen die Künstlerin ihren Arbeiten eine malerische Qualität verleiht, die dem warmen und lebendigen Charakter des Holzes ein naturalistisches Moment hinzufügt. Stur lässt ein Esel seine Ohren rechtwinklig am Kopf herabhängen, während gigantische Fische mit gespanntem Körper munter Wellen schlagen, und ein Schwein mit marzipangleichem Augenzwinkern in wächsernem Zartrosa auf seinem Sockel steht. Sie alle ruhen und wirken in sich. In der Abgeschlossenheit ihres Sockels erwarten die Arbeiten von Christiane Erdmann das Zwiegespräch, und in ihrer Reduktion konzentriert sich ihre Wirkung auf das Zusammenspiel aus Form, Material und Farbe, die in jeder Arbeit anders zusammenfließen und den Geschöpfen Gestalt verleihen. REISELUST 04.07. - 29.08.2009 Werke von Michael Bach, Dorothea Gelker, Gabriele Langendorf, Sigrid Nienstedt und Andreas Orosz ANDREA DAMP - NÉA karussell karmesin 15.05. - 27.06.2009 „In üppige Farb- und Formenvegetationen eingebettete Figuren, Texturen von sprühnebelfein-lasierend bis hin zu objekthaftpastos, kompakt satte, expressive Farbausblühungen neben pastellig-zarten Schleiern - Andrea Damps Malerei ist zuallererst ein überwältigendes, sinnliches Ereignis. Kaum vermag das Auge des Betrachters die barocke Fülle an bildnerischen Details mit einem Blick zu erfassen und macht sich - nahezu süchtig nach neuen Entdeckungen - über die Bildfläche wandernd an die Erforschung des von der Künstlerin gebotenen Bildkosmos. Werke, die den Betrachter gleich einer "terra incognita" zu einem visuellen Erkundungsmarsch einladen, hat der italienische Schriftsteller und Philosoph Umberto Eco als "offene Kunstwerke" bezeichnet. Sie charakterisieren sich dadurch, dass es in ihnen keine einzig und allein wahre Botschaft gibt, die es für den Betrachter lediglich zu entziffern gilt. Offene Kunstwerke besitzen keine eindeutig vorgegebene, lineare "Lesart" und entziehen sich einer unmittelbaren, klar festgelegten Deutung, lassen sich mithin also auch nicht eindeutig sprachlich und begrifflich fassen. Sie enthalten vielmehr - gleich einer Art "Sichtbarkeitsreservoir" - Strukturen, die sich durch latente Mehrdeutigkeit und Unbestimmtheit auszeichnen und dem Betrachter ein weites Assoziations- und Interpretationsfeld bieten, in dem er sich bewegen kann. ... Heike Sütter „Synapsenfeuerwerk Die zweite Einzelausstellung der jungen Berliner Malerin in der Galerie CP zeigt im Vorfeld der großen Präsentation im Richard- Haizmann-Museum des Kunstverein Niebüll im Herbst 2009 neueste Werke, die wärend ihrer Zeit als Stipendiatin der Karl- Hofer Gesellschaft entstanden. Im vergangenen Jahr war Andrea Damp mit ihren intensiven, materialbezogenen Arbeiten vielfach in Ausstellungen vertreten und wurde erfolgreich auf großen Messen in Europa gezeigt. Die jüngsten Entwicklungen in ihrem Werk schildern die stete und fruchtbare Auseinandersetzung mit dem Thema Malerei und belegen eindrucksvoll die Kraft und Vitalität dieses komplexen OEuvres HANS-JÖRG HOLUBITSCHKA / ANDREAS WELZENBACH weite blicke 27.03. - 08.05.2009 Die Ausstellung stellt dem malerischen Werk des in Düsseldorf lebenden Gerhard-Richter Meisterschülers Hans-Jörg Holubitschka die bildhauerischen Arbeiten Andreas Welzenbachs gegenüber, der in der Klasse von Stephan Balkenhol an der Karlsruher Akademie studierte. Beide Künstler nutzen bevorzugt das Thema Landschaft zum Anlass ihrer Arbeit und führen den Betrachter auf den ihnen eigenen, unterschiedlichen Wegen zu einer Reflexion jenseits des Abbildes. In den Gemälden Hans-Jörg Holubitschkas treffen reale Topografien auf irreal fantastische Aus- und Anblicke, die den fiktiven Charakter jeder noch so mimetischen Wiedergabe betonen. In seinen neuesten Werken wendet sich der Künstler wieder verstärkt dem Motiv des Stadtraumes zu, in dem nun glühend infernalisch das ins Wanken geratene Venedig von einem schier brennenden und im wörtlichen Sinne lavazähen Himmel verschlungen wird oder in denen das Blau der Seine in die Dächer der Île hineinfließt, um sie dem Fassbaren weit zu entrücken. Andreas Welzenbach hingegen zeigt in seinen aus Holz geschnitzten und durch virtuoses Handwerk vielfach in Bewegung gebrachten Arbeiten Situationen von tagesaktueller Ernsthaftigkeit im Gewand kindlicher Spielzeugästhetik. Dort ist es die Challenger die eine Minute nach Ihrem Start explodierte und deren Katastrophe Andreas Welzenbach in Holz festgehalten hat, zum Nachspielen, -denken, -fragen. Hier ist es die theoretische Möglichkeit des globalen Kollaps durch einen Meteoreinschlag wie er das eine oder andere Sommerloch füllte um den Adrenalinspiegel auf Niveau zu halten. Andreas Welzenbach stellt die Frage nach der Vermittlung von Inhalten im Allgemeinen, wie im Falle der Katastrophen auch im Besonderen. Beide Künstler nutzen das Element der Übertreibung für ihre Arbeit. Sie überzeichnen und steigern die landläufig geschulten Sehgewohnheiten bis zur Schmerzgrenze um die Aufmerksamkeit zu fesseln und schaffen in ihrer Virtuosität Kunstwerke, die in ihrer Grundverschiedenheit auch gleiche Ziele verfolgen. FRANZISKUS WENDELS farben der nacht 06.02. - 31.03.2009 - so lautet der Titel der zweiten Einzelausstellung mit Arbeiten des Malers Franziskus Wendels in Wiesbaden in der der Künstler einmal mehr die Magie seiner Landschaften und Stadtbilder, die er stets aus dem Sschwarz, der Dunkelheit heraus komponiert, vorführt. In den neuen und neusten Werken schildert Franziskus Wendels vielfach Architekturen, rythmische Strukturen und dynamische Elemente von Außen- wie auch Innenräumen. Auf dem glatten, schwarzen Grund der Leinwände fixiert der Künstler jedoch nicht die harte, unumstößliche Gegenständlichkeit der Gebäude, der Hochhäuser, der Fenster, Lampen, Lichtreklamen, der Berge und Flüsse die zuweilen Eingang finden. Es ist das Licht, das flüchtigste Element, welches an den Leerstellen austritt, das be- und erleuchtet und das dem im Dunkel Verborgenen Form und Gestalt verleiht. In gleißendem weiß, rot, blau oder grün „brennt Franziskus Wendels die Lichtspuren auf die Leinwände. Statische Momente werden potenziert, eine Leuchtreklame, ein erleuchtetes Hochhaus, sie überstrahlen die eigenen Strukturen und beginnen beinahe sich aufzulösen, zu verschwimmen wärend Flüchtiges, eine Auto, ein bewegter Lichtschein nur einen schwachen Eindruck, mehr einen Schatten auf der Netzhaut des Bildes hinterlässt. Durch den Auftrag der Farbe, mit vereinzelt pastosen Pinselstrichen dann wieder zur höchsten Transparenz verdünnt, hin zu feinst zersteubten Sprühspuren moduliert und dirigiert Franziskus Wendels die Lux-Zahl seiner Bilder. Lange, sich in der Tiefe auflösende Lichtkegel finden sich ebenso wie harte Hell-/Dunkelkontraste. Flirrendes Leben in der Tiefe des Bildraumes ebenso wie Schlaglichter in vorderster Ebene. Unsere Ausstellung liegt zwischen den Präsentationen des Künstlers im Kunstverein Worms, die im Dezember 2008 zu Ende ging und der im Juli 2009 stattfindenden Schau im Kunstverein Emsdetten. In der Galerie werden Werke beider Ausstellungen zu sehen sein und wir stellen den hierzu entstandenen aufwendigen und umfangreichen Katalog vor. 2008 WOLFGANG ELLENRIEDER wärme 24.10. - 06.12.2008 In seiner zweiten Einzelausstellung in der Galerie CP zeigt Wolfgang Ellenrieder einmal mehr, das die Wahrheit der Bilder jenseits dessen liegt, was sie den Betrachter so scheinbar mühelos erkennen lassen. Perspektiven die in imaginäre Tiefen führen suggerieren Räume, deren substanzieller Gehalt bei genauer Betrachtung immer weiter schmilzt zugunsten von Elementen wie Farbe, Textur, Kolorit, Komposition. Wolfgang Ellenrieder ist ein Alchemist der im Atelier experimentiert, selbst Farben, Bindemittel, Grundierungen anmischt und stets auf der Suche ist nach neuen Möglichkeiten des Aufbaus, Auftrags, der Bildwerdung. Der Künstler bezieht seine motivischen Vorlagen aus den unterschiedlichsten Quellen: Magazin-Abbildungen,käufliche Stock-Fotos, Bilder von privaten Websites, Filmstills und eigene Schnappschüsse. Die Heterogenität der Bildmotive stellt die Frage nach der Absicht die Wolfgang Ellenrieder mit ihrer Auswahl und ihrer Verwendung im Gemälde verbindet. Mit jeder seiner Arbeiten rührt er an „dem Versprechen der Bilder Wahrheit zu verkünden. Hinlänglich wird diskutiert, dass die Manipulation längst Einzug gehalten hat in die visuelle Welt und nie waren solch perfekte Ergebnisse mit vergleichbar geringem Aufwand zu erzielen wie heute. Aber Malerei wird auf eine andere Weise rezipiert. Sie wird mit dem Unterbewussten, den Emotionen und Instinkten verknüpft und entzieht sich damit einer objektiv kritischen Betrachtung. Die Motive und damit die Inhalte werden im Kosmos des Bildes gesehen und wirken so als Katalysator des eigenen Gedächtnisses, der Erinnerung und der Wahrnehmung. Hiervon gibt die Ausstellung einen Überblick und legt einen Schwerpunkt auf die neue Werkgruppe der Leuchter- und Kaminbilder, die ergänzt wird von Arbeiten der vielfältigen Medien in denen Wolfgang Ellenrieder arbeitet. ANJA GANSTER neue arbeiten 12.09. - 18.10.2008 In ihrer zweiten Einzelausstellung in der Galerie CP zeigt Anja Ganster Werke in denen sie ihren Themenkanon des Lichtes und dessen Wechselwirkungen mit Orten, Oberflächen und situativen Momenten weiterentwickelt. Den monumentalen und menschenleeren Dimensionen der Flughäfen von Madrid oder Basel stehen die exotischen, vielfach geheimnisvollen Läden New York´s Chinatown gegenüber, die sich durch ihre mit Dingen angehäuften Innenräume und das Wechselspiel von Exund Interieur auszeichnen. In der Arbeit „Lampenladen schildert Anja Ganster in feinsten Nuancen Koronen von Glühbirnen, die sich in einer Unmenge Flohmarkt-erfahrener Lampenfassungen gegen das durch die milchig belegte Schaufensterscheibe einfallende Tageslicht bewähren. Details des Interieurs scheinen sich in der Gegenlicht-Situation schier aufzulösen, um den Blick frei zu geben auf das Malerische, auf Schichten von Lasuren, die sich in der Tiefe des imaginären Innenraums verdichten und formen. Ähnlich schreitet der Betrachter durch ein dunklen, mit dichtem Teppich ausgekleideten Schiffskorridor, dessen blank polierte Holzwände und Decken die Grenzen der streng komponierten Perspektive überschreiten und in eine beinahe transzendente Welt jenseits des Türsturzes weisen. Erstmals werden Arbeiten aus der Werkgruppe der Nachtansichten zu sehen sein, denen sich Anja Ganster unter einem neuen Aspekt zuwendet. Den „Sensationen der früheren Arbeiten fügt sich hier ein Moment der Überraschung zu. Rätselhaft bleibt das Bild einer Voliere, die im Geäst eines kahlen Baumes im Irgend- oder Nirgendwo steht. Wie mit einem kurzen Blitzlicht oder einem schnellen Schwenk der Taschenlampe reißt Anja Ganster die Szenerie aus ihrem nächtlichen Schattendasein ins gleißende Spotlicht und rückt sie für einen kurzen Moment in den Bereich des Sichtbaren. Die Umgebung bleibt indifferent und schemenhaft. Umso präziser zeichnet sich das Unmittelbare ab und stellt die Frage nach dem, was das Licht dort eigentlich aus der Dunkelheit herausgeholt hat. SOMMERNACHTS-RAUM 29.08. - 10.09.2008 ANDREA DAMP - NÉA behind the curtain 16.05. - 12.07.2008 Die junge Berliner Malerin Andrea Damp (*1977) zeigt ihre erste Einzelausstellung in der Wiesbadener Galerie CP. Räumliche Assoziationen von Nähe und Ferne, Vorder- und Hintergrund gehen in ihren Arbeiten Hand in Hand und verweben sich mit den Schichtungen und Überlagerungen der Farbe, den lasierenden und pastosen Momenten und führen oftmals den zunächst gewonnenen räumlichen Eindruck in die Irre. In den Gemälden Andrea Damps erscheinen die aus der Gegenständlichkeit entlehnten Motive nur für einen kurzen Moment greifbar. Eine Figur, ein Tier, oftmals pflanzliche, vegetabile Formen, verdichten sich aus der Farbe um kurz darauf wieder einzutauchen und aufzugehen in einem Rausch spontan erscheinender aber wohl kalkulierter Malerei. Dabei geht die Künstlerin einen ambivalenten Weg, der zum einen die Malerei mit ihren Eigenheiten, Delikatessen und Möglichkeiten eindrucksvoll vorführt, andererseits stellt sie durch die Wahl ihrer Motive diese zum Diskurs. Die Motive und ihr Repräsentationsanspruch werden in diesen Arbeiten radikal hinterfragt. Sie bezieht ihre Vorlagen aus dem omnipräsenten, alles homogenisierenden und egalisierenden Medium Internet, das erstmals den Zeit und Raum ungebundenen Zugriff auf eine schier unüberschaubare Masse an Daten und Informationen erlaubt, die puzzleartig fragmentarisch oder in Teilen aus ihren Zusammenhängen herausgelöst werden und in neue Bezüge auch außerhalb der virtuellen Welt gesetzt werden können. Es stellt sich die Frage nach Inhalten und Bezügen, nach der Aussage der Motive und deren erzählerischer Funktion im Kosmos des neuen Bildzusammenhangs, der von Andrea Damp ohne Rücksicht auf den ursprünglichen Kontext des Motivs neu definiert und geprägt wird. Die Meisterschülerin von Hans Jürgen Diehl an der Universität der Künste, Berlin hat in der jüngsten Vergangenheit mit ihren intensiven, materialbezogenen Arbeiten für Aufsehen gesorgt und war in kurzer Folge auf den Messen in Miami, Karlsruhe, Köln und Berlin präsent. Vor wenigen Wochen wurde die Malerin für das Karl-Hofer- Stipendium in Berlin ausgewählt, zuvor war sie Trägerin des Nachwuchsstipendiums NäföG, des Berliner Senats. TOBIAS VETTER colours and stripes 14.03. - 17.05.2008 Farbe und Struktur, seit der bewussten Trennung der malerischen Mittel von Motiv und Inhalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Beschaffenheit und Konsistenz, die Stofflichkeit und Wirkung von Farbe und ihrem Träger in den unterschiedlichsten Strömungen erforscht und untersucht. Das Begreifen der Farbe als Materie, die ihr eigene Wirklichkeit und Präsenz besitzt, ohne im Dienste einer mimetischen Nachbildung zu stehen, gilt als Durchbruch, der einen Horizont für völlig neue ästhetische Maßstäbe öffnete. Die mit dieser Form der Malerei einhergehende Reduktion und Konzentration erlaubt Variationen nur innerhalb eines eng gesteckten Feldes und zwingt den Künstler zu einem Höchstmaß an Disziplinierung und Sensibilität. Als Meisterschüler von Sean Scully hat sich Tobias Vetter intensiv mit den Entwicklungen der rein auf dem Material Farbe basierenden Malerei auseinandergesetzt und geht konsequent den Weg innerhalb des eigenen Werkes auf die damit verbundenen Traditionen zu reflektieren. Für die formale Vorgehensweise bei den Untersuchungen zum Material Farbe gilt als eines der wichtigsten Prinzipien dabei Schichtung und Überlagerung. Die Modulierung monochromer Flächen erfolgt mittels Übereinanderlegens und -schichtens ähnlicher Farbtöne, die sich auf Grund ihrer in der Fläche leicht variierenden Konsistenz von deckend und lasierend im Laufe des Prozesses mit fortschreitendem Schichten zu Fabräumen aufbauen, die durch ein Vibrieren der unterschiedlichen Töne in unter-schiedlichen „Leuchtgraden gekennzeichnet sind und so den Eindruck eines pulsierenden Körpers erzeugen. Jenseits aller Gegenständlichkeit baut Tobias Vetter so Farbräume, die durch ihre ausgeklügelten Kompositionen und malerische Delikatesse dem Material Farbe zu Eigenständigkeit, Volumen und Körperhaftigkeit verhelfen. Assoziationen, dem „Ähnlichen, das die abstrakte Malerei fest an die Gegenständlichkeit bindet, erteilt Tobias Vetter eine klare Absage zugunsten eines auf die reine Malerei focusierten Blickwinkels. ALBERT HENNIG zum 100. Geburtstag 23.11.2007 - 16.02 2008 2007 MICHAEL BACH around the world 21.09. - 09.11.2007 Unter diesem Titel vereint die Ausstellung Arbeiten der letzten acht Jahre, die sich mit dem zentralen Thema im Schaffen von Michael Bach befassen: der Schilderung und Charakterisierung der Metropolen und Zentren dieser Welt. Der Blick des Künstlers reicht dabei von den verborgenen Winkeln der Hinterhöfe bis zu den weithin leuchtenden Wahrzeichen. Stets verkürzt sich in seinen Arbeiten die Distanz zwischen den glatten, strahlenden „Oberflächen und den weniger bekannten Orten und Einblicken, die vielfach im Verborgenen bleiben. Aus diesen Kontrasten heraus, zwischen alt und neu, schäbig und auf Hochglanz poliert, zukunftsweisend und historisch, entwickelt sich für die Gemälde eine inhaltliche und kompositorische Spannung, die über das bloße mimetische Abbild hinausweist und Facetten dieser komplexen Struktur „Stadt zusammenfügt, wie dies nur in der Malerei möglich ist. Der 1953 geborene Künstler gehört zu den wichtigsten Vertretern der Gegenständlichkeit seit den 80er Jahren und hat diese Stilrichtung bis heute konsequent weitergeführt. Die strenge Konzentration auf das Thema Stadt hat für die Malerei von Michael Bach zur Entwicklung einer hoch sensiblen Annäherung an das jeweilige Sujet geführt. Die mit den individuellen Zügen eines Porträts durchaus vergleichbaren Schilderungen beziehen ihren einzigartigen Reiz aus dem gleichwertigen Zusammenspiel zwischen illusionistischer Wiedergabe und malerisch freier Interpretation. Der fotografisch exakte Anschein der Gemälde schwindet bei näherer Betrachtung, was bleibt, ist ein lockerer, dem Impressionismus nahe stehender Pinselduktus, der die Eigenständigkeit der Malerei unterstreicht und deren Sieg über das bloße Abbild. Dabei verlässt Michael Bach zuweilen den Pfad, streng den vorgefundenen Gegebenheiten zu folgen, vielmehr verselbständigt sich im Laufe der Bildwerdung das Motiv, und Textur und Kolorit gewinnen die Oberhand. Zu diesen Werken treten in der Ausstellung Arbeiten der seit 2002 entstandenen kleinen Werkgruppe der „Porträts, in denen sich der Künstler den Menschen seines engsten Umfeldes auf unmittelbare Weise nähert und die erprobten malerischen Mittel nun in den Dienst der menschlichen Individualisierung und Personalisierung stellt. SUSANNA TARAS growing things 22.06. - 04.08.2007 Verführerisch, üppig und etwas befremdlich erscheinen die Arbeiten von Susanna Taras. Samtig wuchernd überziehen Gewächse und Blüten Wände, reichen scheinbar über die Decke hinaus und sprengen die Räume, in die sie „gepflanzt wurden mit ihrer unmittelbaren Präsenz und Fülle. Das Material, dessen sich Susanna Taras in ihren Arbeiten bedient, steht bereits seit Jahrhunderten für eine Symbiose von Handwerklichkeit mit geistig künstlerischen bzw. religiös kulturellen Inhalten. In einem von der Künstlerin entwickelten, halbautomatisierten Vorgang knüpft die Künstlerin ihre Objekte in einem der Teppichherstellung nahestehenden Verfahren. So entstehen ein Spektrum von Gräsern und Pflanzen vom unscheinbaren, miniaturhaften Blümchen zum erschreckend mutierten Riesengewächs, das einem jener legendär trashigen, japanischen „Godzilla Filme der 70er Jahre entstammen könnte. Dabei bezieht sich die Künstlerin auf eine ganze Reihe kunsthistorischer Vorbilder und Traditionen, wie dem Versuch des Aufbrechens der tradierten Oberflächen durch neue Materialien, begonnen bei Plinky Palermo bis hin zu Rosemarie Trockel. Das Thema Vegetation und Pflanzen stellt eines der wichtigsten, über Jahrhunderte bearbeiteten Gebiete innerhalb der Kunstgeschichte dar und die rahmen- und raumsprengende Gattung der Installationskunst, die neue Erfahrungen und Wahrnehmungen auf eine ganzheitliche Weise ermöglicht, gehört mit zu den jüngsten Errungenschaften. Besonders in ihrer Massenerscheinung wird klar, in welchen Bezügen die Arbeiten von Susanna Taras stehen und worauf sie, ob ironisch oder nicht, reflektieren. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Dimensionen der Arbeiten von Susanna Taras und führt ihre Wirkung im arrangierten, räumlichen Zusammenhang exemplarisch vor. Sowohl die installative Wahrnehmung im Zusammenhang, als auch die Erscheinung jeder einzelnen Arbeit in einer herausgelösten, isolierten Präsentation spielen dabei eine wichtige Rolle. HANS SCHEIB reigen 11.05. - 21.06.2007 Der 1949 in Potsdam geborene Bildhauer Hans Scheib schildert in seinen Arbeiten die Besonderheiten alltäglicher Momente, die er in Bronze und Holz festhält. Mit scharfer Beobachtung und Gespür für die verborgenen Eigenschaften schildert der Künstler Physiognomien und Gesten von Menschen und Tieren und verwandelt dabei ihren Ausdruck in beredte Züge, die über das naturalistische Abbild hinausgehen. In einer Reihe kleinformatiger Tierplastiken, oftmals nur wenige Zentimeter messend und direkt am Ort des Geschehens entstanden, schafft Hans Scheib einen ganz eigenen, intimen Blick auf diese bekannten und oft gesehenen Objekte. Wankend, beinahe den Boden unter den Füßen verlierend, tänzeln Elefanten mit heiter trunkenem Ausdruck auf ihrem Sockel, während ein sitzender Bär, der scheinbar den Verstand verloren hat, den Betrachter schief angrinst. Das Formen mit den Händen, die Abdrücke von Fingern auf Rücken, Rüssel oder Kopf sind in jedem Detail spür- und sichtbar. Farbig gefasste Holzskulpturen, die oftmals überlebensgroße Dimensionen erreichen, schildern Personen und Tiere, deren Charaktere messerscharf erkannt oder neu gedeutet werden; mit übersteigertem Ausdruck, der bis zum Exhibitionismus reichen kann und an ihnen klar und deutlich abzulesen ist. Eine kleine Frau, knapp über einen halben Meter gross, zieht sich in höchster Eile ein Handtuch bis zum Hals, „ertappt spricht es aus ihren übergross aufgerissenen Augen und ihrem peinlich/dümmlich grinsenden Mund, währenddessen eine leicht bekleidete Farbige mit Zigarette ihren Gegenüber mit Schlafzimmerblick fixiert und die Zähne bleckt, als würde sie sich jeden Moment den Rest ihrer Kleidung vom Körper reissen und ihn anspringen. Hans Scheib schildert auf meisterliche Weise jene Wandlungen, die aussergewöhnliche Momente oder besondere Situationen auslösen. Ebenso wie der Künstler den besonderen Moment des Skulptur- oder Plastikwerdens nutzt, um die Verwandlung in festes Holz oder Bronze mit der eigenen künstlerischen Sicht zu schildern. ISA DAHL eben, still 02.03. - 28.04.2007 In ihrer aktuellen Ausstellung zeigt die ehemalige Dieter Krieg Meisterschülerin und Villa Romana Preisträgerin Arbeiten, die inhaltlich und technisch auf ihren früheren Werkgruppen „Augenblicke, lang, „eben, still und „zwischen, und aufbauen. Von einer flächig geometrischen Abstraktion, die sie von alltäglichen Eindrücken ableitete, hat Isa Dahl das Verhältnis zwischen Fläche und Linie in umfangreichen Bildreihen untersucht und die Möglichkeiten erprobt, mit Hilfe der zweidimensionalen Komponenten Linie und Fläche Räumlichkeit zu erzeugen. In den darauf folgenden Arbeiten reduzierte die Künstlerin die gestaltete Fläche zu Gunsten der Linien, die, von sanft pudrig verwischt bis zu schneidend hart, den Bildraum zerteilen, staffeln und organisieren. In scheinbar endlosen Schichten legt Isa Dahl Linie für Linie übereinander, löscht durch Verwischen die vorherige Ebene beinahe wieder aus um anschließend erneut harte Linien mit dem Pinsel zu zeichnen und durch diesen Vorgang eine Schärfenstaffelung zu erzeugen, die dem Bildraum Tiefe verleiht. Dabei organisiert sie die Linien nach unterschiedlichsten Prinzipien. Als dichte, sich fast zur Undurchdringlichkeit zusammenfassende Bündel als lockere, netzartige All-Over-Struktur oder als streng rythmische Abfolge. Zudem variiert Isa Dahl die Formate ihrer Arbeiten vielfach und bezieht so den Bildraum als prägende Komponente mit ein. Extreme Hoch- oder Querformate lassen die geschwungenen Linien als mikroskopisch vergrößerten Ausschnitt erscheinen, runde Leinwände dynamisieren die dichten Bündelstrukturen, eckige Formate hingegen sperren sich einer solchen Beschleunigung. In ihren neuesten Bildern betont die Künstlerin die zu Oberst liegende Schicht und erzielt durch eine Reduktion der Linienebenen eine klare und kristalline Struktur. Diese Konzentration lenkt den Blick auf das Über-, Unter-, und Durcheinander der Linien, den sich daraus ergebenden Raum und erzeugt eine extrem gesteigerte Vorder- und Hintergrundsituation. 2006 MORITZ GÖTZE german history 27.10.2006 - 27.01.2007 Die Werke des in Halle a.d. Saale lebenden Malers und Grafikers Moritz Götze bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Progressivität und Tradition. In die Assoziationen an Comic-Strips und die amerikanische Pop-Art der sechziger und siebziger Jahre mischt sich ein dicht komprimierter erzählerischer Charakter, der seinen Ursprung in den Buchmalereien des dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts zu haben scheint und zu einer Symbiose zwischen der einsilbigen, plakativen Comicwelt und der vielschichtigen Erzählweise der mittelalterlichen Illustrationen führt. In seiner eigenen, außerordentlichen Bildsprache erzählt der Künstler Situationen und Begebenheiten, die sich oftmals mit Mobilität, Urbanität und Kommunikation als Kennzeichen unsere heutigen Zeit beschäftigen, auf die allerdings, durch seine zeichnerischen und malerischen Mitteln der Blick aus einer wohltuenden Distanz fällt. Die Ausstellung wirft einen Blick auf das gesammte Schaffensspektrum des Künstlers und vereint dabei Malerei, Zeichnung, Grafik und Emailleobjekte aus unterschiedlichen Schaffensperioden und Werkgruppen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Technik des Emaille, die Moritz Götze seit einigen Jahren für seine Arbeit entdeckt und wiederbelebt hat. Hieraus entwickelt er große Gestaltungslösungen im Außenraum, die es ihm erlauben seine Inhalte und Bildsprache einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen was zu einer hohen Popularität seiner Kunst führte. NEUE MALEREI - ARBEITEN VON : MICHAEL BACH, ANDREA DAMP, HANS JÜRGEN DIEHL, PETER DREHER, WOLFGANG ELLENRIEDER, ANJA GANSTER CHRISTIANE ERDMANN SKULPTUR / WULF WINCKELMANN MALEREI 30.06. - 12.08.2006 WULF WINCKELMANN Die Landschaft ist der Ausgangspunkt in der Malerei von Wulf Winckelmann. Der Künstler erweitert das vornehmlich zweidimensionale Medium Malerei um eine Ebene und schafft mit einer extrem pastosen Schilderung eine zusätzliche, räumliche Qualität. Oftmals baut Wulf Winckelmann seine Kompositionen nach dem Prinzip des goldenen Schnittes auf, mit einem klaren Verhältnis von dominierender Himmelszone zu reduzierter Landschaft. Diese Klarheit durchbricht der Künstler mit einer in höchstem Maße auf das Material gerichteten Textur. Ein grau-blau wolkenverhangener Himmel beginnt durch die mehrfach übereinander gelegten Schichten feinster Nuance und die Höhen und Tiefen des Materials zu leben und eine nur durchscheinende Diffusheit zu vermitteln, die die Atmosphäre seiner solchen Stimmung transportiert. In großen Fotoarbeiten, als deren Vorlage ausschließlich die zuvor entstandene Malerei dient, verfremdet Wulf Winckelmann die Motive um sie durch digitale Überarbeitung wieder näher an den Punkt eines Abbildes von Landschaft zu führen, als dies für seine Malerei gilt. CHRISTIANE ERDMANN Unter dem Titel „Girlies fasst Christiane Erdmann die seit einigen Jahren stetig erweiterte Gruppe von Figuren zusammen, deren Protagonistinnen in ausdrucksstarken Posen aus dem Repertoire des Alltäglichen festgehalten sind. Die Dargestellten, alle samt Mädchen und Frauen jüngeren Alters, werden bis ins Kleinste detailliert und individualisiert. Von frech, fordernd über Distanz wahrend, betrachtend bis hin zu frivol, auffordernd reicht das Spiel der Mimiken und Haltungen und knüpft an den bereden Gestus der klassischen, aus dem kirchlichen Zusammenhang vertrauten, Holzbildhauerei an. Die profane Alltäglichkeit in der Christiane Erdmann ihre Charaktere schildert, schafft für den Betrachter einen erzählerischen Anknüpfungs- und Einstiegspunkt, der das Kunstwerk in einen persönlichen Erinnerungs- und Emotionskontext stellt. Die Arbeiten der Bildhauerin wirken weniger als in sich abgeschlossenes Werk, vielmehr als verdichteter Ausschnitt, der sich durch die Wahl des Präsentationsortes für den Betrachter in vielfach neue Zusammenhänge einbindet. SIGRID NIENSTEDT somewhere 31.03. - 13.05.2006 Die Arbeiten der in Köln lebenden Meisterschülerin von Ben Willikens werden bestimmt durch zwei Themengruppen, die die Künstlerin in umfangreichen Werkblöcken bearbeitet und von denen besonders der Werkgruppe der Landschaft seit Jahren ein stetiger Diskurs, eine permanente Auseinandersetzung und fortwährendes Variieren wiederfährt. Den Weg, den Sigrid Nienstedt mit diesem historischen Thema der Malerei geht, ist eine auf ein Minimum reduzierte Schilderung, mit der die Künstlerin auf eine unmittelbare, nah am Ursprung, an der Substanz ansetzenden Weise die Motive analysiert und vorträgt. Eine den gesamten Bildraum umfassende Reduktion, sowohl der Kompositionen als auch der Farben, spielt dabei eine wichtige, zentrale Rolle und dient dazu, das Augenmerk des Betrachters auf die hinter dem Motiv Landschaft liegenden Organisationsprinzipien zu lenken. Die Konzentration auf Geraden, horizontal wie vertikal, verdeutlicht eine oft vorhandene aber im scheinbar Amorphen vielfach übersehene Geometrie. Der Horizont, Bäume, Berge, Schatten alles wird befreit und in direkte Verhältnisse gesetzt. Das Herausfiltern von „Störfaktoren des Alltags und die durch die Geometrie gewonnene Harmonie versetzen Sigrid Nienstedts Gemälde in einen irrealen Bereich, der nah an der Abstraktion liegt. Die Notwendigkeit eines entsprechend gewählten Kolorits zur naturgetreuen Wiedergabe vertauscht Sigrid Nienstedt mit der Autonomie der Farbe. Diese Idee, Abstraktion mit den Mitteln der Gegenständlichkeit zu visualisieren, unterstreicht und provoziert die Künstlerin eben durch ihre gewählte Palette. Eine bewusste Reduktion auf harte, klare Kontraste weniger Farbtöne und deren Aufeinandertreffen in den Winkeln und Fluchten der Landschaften, lässt die Arbeiten in einer Ambivalenz zwischen dem Motiv und dessen Auflösung erscheinen, die die Gemälde weit von ihrem Ausgangspunkt entrückt. PETRA LEMMERZ passagen-salinen-aureolen 10.02. - 18.03.2006 Eruptiv und erregend sind zwei der vornehmsten Eigenschaften mit denen sich die Arbeit den der in Düsseldorf lebenden Malerin Petra Lemmerz beschreiben lassen. In ihren oft großformatigen Gemälden kämpft die Künstlerin mit dem Material Farbe wahre Schlachten und zelebriert Orgien, die den starren Bildraum zu sprengen scheinen und Welten entstehen lassen, die sowohl an kosmische Strukturen wie auch an natürliche Phänomene erinnern. Die Technik derer sich Petra Lemmerz bedient, richtet dabei das Augenmerk des Betrachters allein auf die Farbe, ihre Kontraste und ihre Struktur. Kein malerischer Vortrag, keine Pinselspuren lenken den Blick ab und lassen Fragen nach dem Entstehungsprozess stellen. Einem Urknall ähnlich präsentieren sich die Gemälde als ein eingefangener Moment des Danach. Der impulsive, von Eingebungen und Augenblicken, geprägte Vorgang des „Malens, der von äußeren Umständen wie Musik beeinflusst wird, löst sich vom fertigen Bild und es scheint, als sei lediglich der Prozess Regeln unterworfen, nicht aber das Ergebnis.Petra Lemmerz sucht bewusst Analogien und Assoziationspunkte in ihren Kompositionen. Wie bereits der Titel der Ausstellung nahe legt gibt die Künstlerin dem Betrachter Sehhilfen durch Begriffe wie die aus dem Kosmischen stammenden Aureolen oder die in südlichen Regionen zu findenden Salinen mit an die Hand. Begriffe, die Anhaltspunkte schaffen und bisweilen einen Moment der Gegenständlichkeit in diese freien, explodierend organischen Kompositionen einbringt. So schwingen die Farbräume von Petra Lemmerz zwischen der Zweidimensionalität des Materials und der durch die Komposition erzeugten Räumlichkeit ebenso wie zwischen der Abstraktion des reinen Farbkörpers und der durch Begrifflichkeiten evozierten Gegenständlichkeit. 2005 FRANZISKUS WENDELS / HERMANN WEBER 18.11.2005 - 14.01.2006 ANJA GANSTER neue malerei 30.09. - 16.11.2005 NATUR-LICH 13 POSITIONEN ZUM THEMA NATUR 03.06. - 13.08.2005 HANS JÖRG HOLUBITSCHKA landschaften 18.02. - 23.04.2005 2004 WOLFGANG ELLENRIEDER neue räume 10.11.2004 - 22.01.2005 ANDREAS WELZENBACH gut holz 28.04. - 19.06.2004 REGINE SCHUMANN highlight 18.02. - 17.04.2004 2003 HERMANN-JOSEF KUHNA pulsschlag der farbe 3.12.2003 - 24.01.2004 MICHAEL BACH lichtblick 22.10. - 29.11.2003 DOROTHEA SCHÜLE high noon 17.09. - 18.10.2003 ISA DAHL / DANIEL WAGENBLAST 09.04. - 30.05.2003 NATALY MAIER lavori recenti 19.02. - 19.04.2003 | ||||||||